Dienstag, 04.07.2006
FIFA wird FIFA-Weltmeister
Berlin. In einer kurzfristig einberufenen Sitzung des FIFA-Vorstandes wurde in der vergangenen Nacht überraschend schon vor Anpfiff des ersten Halbfinales der Fussball-WM zwischen Deutschland und Italien der FIFA-Vorstand selber zum Weltmeister 2006 gekührt. FIFA-Cheffunktionär Josef "Jupp" Blatter in einer ersten Stellungnahme: "Ich weiss noch gar nicht, was ich sagen soll. Meine Entscheidung, mich und den Vorstand zum Weltmeister 2006 zu machen, kam letztlich auch für mich überraschend". Auf jeden Fall freue er sich und werde den Titel nun erstmal zusammen mit seinen Vorstandskollegen und ein paar jungen Dingern gebührend feiern, so der Schweizer anschliessend.
Offen war zunächst, ob die noch ausstehenden Halbfinal- und Finalpaarungen nach der heutigen Entscheidung überhaupt noch ausgetragen werden sollen. Der neu gekührte Weltmeister Blatter konnte die Bedenken der Fans jedoch schnell zerstreuen: "Natürlich werden die Spiele ausgetragen. Der Final-Sieger darf sich dann unter mir Vize-FIFA-Fiffi nennen. Schliesslich ist der echte Fan das Wichtigste bei der WM. Woher soll denn sonst die ganze Kohle für diesen Zirkus kommen?" Gerüchten zufolge plant Blatter anlässlich seines Triumphes Milde zu zeigen und in einer grosszügigen General-Amnestie weltweit alle derzeit gesperrten Fussballspieler zu begnadigen.
Enttäuscht von der Entscheidung zeigte sich Franz "Lichtgestalt" Beckenbauer in München, wo er sich derzeit anlässlich eines Scheidungstermines aufhält: "Schade, nachdem ich im letzten Jahr schon den Papst-Titel nicht holen konnte, wäre ich gerne nach der WM 1974 als Spieler und 1990 als Trainer 2006 als Funktionär Weltmeister geworden." Zu seinen neuerlichen Heiratsabsichten wollte sich der "Kaiser" nicht äussern. Trösten kann sich Beckenbauer immerhin damit, dass er sich durch seine dauernde Präsenz auf dem Fernsehbildschirm vor, während und nach den Spielen den inoffiziellen Titel als "Lästigster Kunstbräune-Adept Deutschlands" weit vor den Sportkameraden Blatter, Mayer-Vorfelder und Bohlen gesichert hat.
Kommentare
Na, wenn man überlegt, was für einen "würdigen" Weltmeister wir dieses Jahr haben, dann kann man sich doch auf die weitere Fussballzukunft freuen ...